GAIA Transformation Talks

Die GAIA Transformation Talks thematisieren die virulenten Fragen der Transformationsforschung in Zeiten zunehmender sozial-ökologischer Krisen. Sie sind als Serie von Onlineevents angelegt und bieten eine Arena für Erfahrungsaustausch und die Suche nach neuen Interpretationen und Antworten. Die Veranstaltungen werden organisiert von Herausgeber*innen der GAIA - Ecological Perspectives for Science and Society als wissenschaftlicher Zeitschrift, die sich der inter- und transdisziplinären Forschung zu und für Nachhaltigkeitstransformationen widmet.

 

GAIA Transformation Talk #2: Retten Kommunen die Transformation? Kommunale Gestaltungsmöglichkeiten zwischen knappen Kassen und lokalen Spielräumen

11.3.26 | 17-18:30 Uhr | online per zoom |
Inputs von Melanie Jaeger-Erben, Uwe Schneidewind und Katja Dietrich stehen zum Erkunden und zum Nachhören zur Verfügung unter https://www.youtube.com/watch?v=dK_F02e4UeE

Angesichts einer spürbaren Stagnation sozial-ökologischer Transformationsdynamiken auf nationaler und internationaler Ebene richtet sich der Blick zunehmend auf die kommunale Ebene: Städte und Gemeinden werden verstärkt als Hoffnungsräume der Transformation adressiert, in denen politische Handlungsfähigkeit, Nähe zu Alltagspraktiken und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten zusammenlaufen. Doch inwiefern trägt diese Fokussierung auf kommunale Transformationspotenziale tatsächlich und wo wird die kommunale Ebene zur Projektionsfläche gesteigerter Erwartungen?

Dieser GAIA Transformation Talk widmet sich der Frage, ob und wie Kommunen unter Bedingungen struktureller Unterfinanzierung, multipler Krisen und wachsender Zuständigkeiten zu zentralen Akteuren der sozial-ökologischen Transformation werden können. Im Zentrum stehen Re-Regionalisierungsstrategien, Formen kommunaler und regionaler Wertschöpfung, neue Governance-Arrangements sowie die institutionellen Voraussetzungen wirksamen transformativen Handelns vor Ort.

Diskutiert wird, welche kommunalen Transformationspotenziale empirisch tragfähig sind, wo systematische Barrieren liegen und wie sich kommunale Handlungsspielräume zwischen fiskalischen Restriktionen und politischer Erwartungsüberlastung realistisch bestimmen lassen. Ziel ist eine analytische Einordnung der kommunalen Rolle in der Transformation und ein Blick in die Forschung und Praxis kommunaler Experimente und Reallabore.

Impulse von:

Es freuen sich über rege Teilnahme,
die GAIA-Herausgeber*innen
Melanie Jaeger-Erben | BTU Cottbus-Senftenberg
Claudia Bieling | Universität Hohenheim
Irmi Seidl | WSL Birmensdorf
Marion Mehring | ISOE Frankfurt am Main
Ortwin Renn | RIFS Potsdam

GAIA Transformation Talk #1: “(Un)Ruhig bleiben in polarisierenden Zeiten: Neue Perspektiven für die Transformationsforschung”

27.3.25 | 18-20 Uhr | online per zoom |

Inputs von Milena Riede, Dennis Eversberg und Johanna Siebert stehen zum Erkunden und zum Nachhören zur Verfügung unter https://youtu.be/5OaebVNY6JU >>

Gesellschaftliche Polarisierung, Populismus und reaktionäre Strömungen stellen Transformationsforschende angesichts von Herausforderungen wie dem Klimawandel vor drängende Fragen: Inwieweit werden die in der Nachhaltigkeitsforschung entwickelten oder intendierten Transformationsziele überhaupt gesellschaftlich geteilt? Wie können wir in Zeiten wachsender Gegensätze den Dialog aufrechterhalten und neue Brücken bauen? Zielbilder wie Umweltgerechtigkeit, Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung scheinen an Bedeutung zu verlieren – oder werden ganz infrage gestellt. Welche neuen konzeptionellen Perspektiven, Forschungsformate und Dialog-Arenen mit der Gesellschaft braucht es, um auf diese Herausforderungen zu reagieren?

Der GAIA Transformation Talk “(Un)Ruhig bleiben in polarisierenden Zeiten: Neue Perspektiven für die Transformationsforschung" bietet Raum für Austausch und Reflexion: Wie können Forschende und forschungsnahe Netzwerke mit populistischen und rechtsextremen Dynamiken umgehen? Wie lassen sich Transformationsziele lebensweltnah entwickeln? Welche Zukunftserzählungen braucht es, um Unsicherheit, Verlustängste und Abwehrhaltungen zu überwinden? Was sind mögliche neue Gemeinsamkeiten in einer „Gesellschaft der Singularitäten“ (Reckwitz 2019)?

Eingeladen sind Forschende und Praktiker*innen der Transformationsforschung sowie Interessierte aus Politik, Zivilgesellschaft und Medien, um die genannten Fragen zu entwickeln und gemeinsam Ansätze für eine zukunftsgerichtete Transformationsforschung zu entwickeln.

Mit folgenden Inputgeber*innen wollen wir den Dialog öffnen:

 

Es freut sich über rege Teilnahme,
die GAIA-Herausgeber*innen
Melanie Jaeger-Erben | BTU Cottbus-Senftenberg
Claudia Bieling | Universität Hohenheim
Daniel Hausknost | Wirtschaftsuniversität Wien
Ortwin Renn | RIFS Potsdam